Städtetrip nach Palma de Mallorca

Dass Mallorca mehr als nur Ballermann und Bierkönig zu bieten hat, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die größte Baleareninsel verfügt genauso über wunderschöne Küstenabschnitte, einsame Gebirge und typisch spanische Ortschaften wie auch die Kanaren und das spanische Festland. Und während Ferienorte abseits von der Partymeile El Arenals immer größerer Beliebtheit erfreuen, entwickelt sich auch die Hauptstadt Palma de Mallorca zu einem beliebten Urlaubsziel. Was man bei einem Städtetrip nach Palma auf keinen Fall verpassen sollte, lest ihr im folgenden Artikel.

Fans der spanischen Architektur werden von der Altstadt schwärmen.

Immerhin finden sich hier über 30 Kirchen, größtenteils im gotischen Baustil, wie die Basilika Sant Francesc oder die Iglesia Santa Eulália. Dazu kommt das Pueblo Español, ein Freilichtmuseum auf rund 24.000 qm Fläche in Form einer mitteralterlichen Stadt mit historisch wirkenden Gebäuden. Insgesamt 72 Bauten sind hier zu sehen, eine ausgewogene Kombination aus Denkmälern und Gebäuden aus verschiedenen Epochen der spanischen Geschichte, darunter zum Beispiel die Almudena-Kathedrale oder das Prado-Museum aus Madrid.

Altstadt Palma de Mallorca
Eine der schönen Gassen in der historischen Altstadt von Palma.

Zudem befindet sich im Süden der Stadt der Königspalast La Almudaina. Er beherbergt heute die Militärkommandatur und dient König Juan Carlos I. während seines alljährlichen Mallorca-Aufenthaltes als Residenz. Angrenzend findet man das die Kathedrale der heiligen Maria, die das Stadtbild Palmas maßgeblich prägt und zudem das bekannteste Bauwerk der Insel darstellt. Sie ist die Bischofskirche Mallorcas und wird daher unter Einheimischen oft nur „La Seu“ genannt, was auf Catalán „Bischofssitz“ bedeutet.

Die Kathedrale wurde über einen Zeitraum von fast 400 Jahren erbaut.

Dies ist auch der Grund dafür, dass viele unterschiedliche Stile und Bauweisen in das Design eingeflossen sind: Die Kathedrale ist eines der wichtigsten Bauwerke gotischer Stilrichtung, es zeigen sich jedoch auch Einflüsse aus Barock, Renaissance oder Klassizismus.

Catedral de Palma de Mallorca
Blick auf die Kathedrale vom Parc de la Mar aus.

Vor der Küste liegt der Parc de la Mar. Er besteht aus einem künstlich angelegten See und gepflegten Grünflächen mit zahlreichen Palmen. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Kathedrale, den Palast und die Strandpromenade. Der Meerwassersee soll den Atlantik repräsentieren, der vor dem Bau der Autobahn die Stadtmauern umspülte. Rund um den See finden gelegentlich kulturelle Veranstaltungen wie Märkte oder Konzerte statt. Westlich vom Parc del Mar, an der Westseite der Bucht von Palma erstreckt sich der malerische Hafen, wo man außer dem Yachthafen Real Club Náutico de Palma auch den Fährhafen findet. Hier legen regelmäßig Fähren zum spanischen Festland und auf die Nachbarinseln ab.

Parc de la Mar Palma de Mallorca
Blick auf den Parc de la Mar und das dahinterliegende Meer.

Im Herzen der Altstadt liegt die Plaça Major.

Sie ist vollständig eingerahmt durch typisch spanische, hellgelbe Häuserfassaden mit grünen Fensterläden. Hier kann man gemütlich einen Kaffee trinken oder eine Verschnaufpause vom Shopping einlegen. In welche Richtung man sich auch aufmacht, rund um den Platz findet man sich in schmalen Gassen mit reichlich Geschäften, Restaurants und Cafés wieder. Zu einem besonderen Anlaufpunkt für Luxus-Shopping hat sich der Paseo del Borne entwickelt. Doch auch wer nichts übrig hat für Louis Vuitton und Co, der kann einmal durch die Allee bummeln und einen Kaffee im Schatten der hohen Bäume genießen.

Paseo del Borna Palma de Mallorca
Der Paseo del Borne wird auch die „goldene Gasse“ genannt.

Wer historischen Bauwerken noch immer nicht genug hat, der sollte sich ein Besuch des Castillo de Bellver nicht entgehen lassen. Es thront etwa 3 km westlich von der Innenstadt auf 112 Höhenmetern und gilt in Europa als einmalig. Das Besondere ist ihre Form: Im Gegensatz zu herkömmlichen Wehrbauten ist das Castillo kreisrund um seinen Innenhof herum gebaut. Von dem ehemaligen Überwachungspunkt im höchsten Turm (Torre de l’Homenatge) aus hat man einen wunderschönen Blick landeinwärts und bis zur Küste. Dies gab dem Castillo auch seinen Namen.

Bellver bedeutet so viel wie „schöner Blick“.

Castillo de Bellver Palma de Mallorca
Ein Blick in den Innenhof des Castillo de Bellver. Foto: Bartłomiej Koc via Pixabay

Auch wenn während eines Wochenendtrips nach Palma vermutlich wenig Zeit zum Sonnenbaden bleibt, sollte man sich doch einmal den Platja de Palma anschauen. Er Sandstrand ist rund 6 km lang und zieht sich von Can Pastilla bis nach S’Arenal. Die Promenade eignet sich schön für einen Spaziergang. In einer der berühmten Strandbars („Balnearios“) kann man sich tagsüber entspannen und abends ausgiebig feiern.

Platja de Palma Strand
Der kilometerlange Sandstrand von Palma. Foto: Cristian Bortes via Flickr, licensed under CC BY 2.0

Zu guter Letzt sollen auch die Feinschmecker unter den Mallorca-Urlaubern nicht zu kurz kommen. Im Mercat de l’Olivar, der größten Markthalle der Stadt, gibt es Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch in Hülle und Fülle. Auch viele günstige, typische Tapas lassen sich an kleinen Imbissständen probieren. Da wären Garnelenspieße, Chipirones, hauchdünner Ibérico-Schinken oder typisch mallorquinische Favoriten wie gefüllte Teigtaschen oder Sobrasada, eine pikante Streichwurst. Man kann vieles über Palma de Mallorca sagen, aber nicht, dass es hier langweilig wird. Das einzig Negative an einem Trip in die Hauptstadt: Er wird viel zu kurz sein, um alles zu entdecken. Man sollte sich also darauf einstellen, wiederzukommen.


Teile das!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *