Alltagsleben
Embarcación de la Virgen del Carmen 2008
Gestern fand die für mich schönste Fiesta in Puerto de la Cruz statt - die Fiesta de la Virgen del Carmen del Puerto de la Cruz. Dabei wird die Schutzpatronin der Seefahrer und Fischer nach einer Messe in einer Prozession von der Kapelle San Telmo bis zum Hafen getragen. Dort wird sie dann in dem für mich rührentsten Moment mit einem Ave Maria besungen und danach auf ihr Boot gebracht und bis zur Punta Brava gefahren, wo sie abermals von Tausenden in Empfang genommen wird.
Danach beginnt dann die Prozession der Virgen del Carmen und San Telmo. Dabei werden die beiden begleitet von vielen, vielen Menschen, Feuerrädern und einer Kapelle durch die Straßen von Puerto de la Cruz getragen. Vor jedem Kreuz, das an den Häuserfassaden befestigt ist, wird die Carmen mit dem Gesicht zum Kreuz gedreht. Immer wieder hört man die Leute rufen: “Viva la Virgen del Carmen… viva San Telmo… viva el Puerto de la Cruz!”
La Paz in Puerto de la Cruz
Mal wieder Tourist spielen und in den Kurzurlaub fahren - nach La Paz. Gut, der Weg ist nicht so weit wie für andere vielleicht. La Paz ist ein Stadtteil von Puerto de la Cruz, aber es ist eben eine etwas touristischere (gibt es einen Komparativ von touristisch?) Gegend als das Zentrum von Puerto de la Cruz. La Paz ist durch Apartments, Hotels und Restaurants fast ausschließlich deutschen, englischen und skandinavischen Kurz- oder Langurlaubern ‘überlassen’. Wer also während seines Teneriffa-Urlaubs einen nicht zu bändigen Drang nach Currywurst mit Pommes und einem Weizen verspüren sollte, wird in La Paz seine Befriedigung finden.
Playa Socorro und Roque El Camello in Los Realjeos
Endlich Zeit. Sonntag. Ausflug. Um mal die sich hier einschleichende Small-Talk-Manier - über das Wetter zu reden, wenn man sonst nichts zu erzählen hat - zu unterbrechen, möchte ich heute von meinem Ausflug mit meiner Freundin nach Realejos erzählen. Das war so…
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Wetter versus Modediktat
Ein witziges Bild, das einem da geboten wird. Steht eine dreiköpfige skandinavische Touristenfamilie eisschleckend und in Badehose vor einem Schaufenster in der Innenstadt von Puerto de la Cruz. An sich nichts ungewöhnliches dran, sagen Sie?!
Ich sage, doch! Denn in besagtem Schaufenster bestaunt jene Familie die darbegotene Ware. Dort sieht man dicke Wintermäntel, kuschelige Wollpullis - wenn auch ohne Rentiere - bunte Schals und dazu passende Handschuhe. Fragend schauen sich das Ehepaar und die kleine Tochter an, wohl denkend: “Wollen die uns hier verarschen!?”.
Und wenn man sich die “und ich muss den Kram ja irgendwie verkaufen”-dreinschauende Verkäuferin hinter den dicken Mänteln ansieht, wird die Situation echt skuril. Da helfen auch die besten Verkaufsargumente wenig, wenn man Wintermäntel mit dickem Fell bei 27 Grad und Strandwetter verkaufen soll. Aber die Arme muss ja selbstbewusst gucken, so als ob es normal sei, um diese Jahreszeit, den letzten Schrei der Wintermode zu verkaufen. Ist es ja sonst auch. Aber es ist ja auch nicht das erste Mal, dass auf Teneriffa im November solche Temperaturen herrschen.
Frage ich mich nun, wann es wohl auch der kanarische Einzelhandel merkt, dass das Modediktat nicht überall in Europa zeitlich dasselbe sein sollte. Der erste Schritt wurde bereits getan. Beschweren, dass keiner kauft, tun sie sich alle.
Ein klares 1:0 für das Wetter!
Urlaub schon vorbei?
JA. Der Urlaub ist tatsächlich schon vorbei! Ich muss gestehen, dass in den letzten - nun ja, schon fast - Monaten in meinem Blog nicht sonderlich viel passiert ist. Ein weiteres Mal hat es leider vor allem an Zeit gefehlt und zusätzlich hat mich die spanische Telefongesellschaft Telefonica unrechmäßig vom Internet abegeklemmt. Die haben sich dermaßen dumm angestellt, dass einem der Atem wegblieb. Nun gut, jetzt ist es ja wieder da.
Und wenn man Internet hat, bekommt man viele interessante Dinge aus der weiten Welt mit. So hat der spanische König Juan Carlos vorgestern auf dem iberoamerikanischen Gipfel in Chile mal ordentlich auf den “Tisch gehauen”.
Das kam so… Tags zuvor hatte der venezuelanische Präsident Hugo Chavez den spanischen Ex-Präsidenten José Maria Aznar mehrmals als Faschisten beschimpft. Ich mag den Typen auch nicht, aber diese Wortwahl ist für ein internationales demokratisches Forum arg überzogen. Am Tag darauf hörte Fidels Busenkumpel Chavez nicht auf, den jetzigen spanischen Präsidenten José Luis Rodríguez Zapatero in seinem Vortrag ständig dazwischen zu reden.
Das ging dem König so dermaßen gegen den Strich, dass er Chavez mit den Worten ¿¡Por qué no te callas!? zum Schweigen brachte.
Die Spanier finden es toll. Denn endlich wurde diesem “Präsidenten” Hugo Chavez mal gesagt, was er tun sollte.
Ansonsten nichts Neues. Die Sonne scheint und der Teide steht noch.
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Urlaub
Vor meiner Abreise nach Hamburg habe ich es leider nicht mehr geschafft, einen kleinen Abschiedsgruß da zu lassen. Ich bin nämlich für ein paar Tage in meine alte Heimat geflogen, da mein Bruder an diesem Wochenende seine kirchliche Hochzeit gefeiert hat.
Allen, die sich fragen, warum denn der faule Kieler nichts mehr in seinen Blog schreibt, sei somit eine Antwort gegeben. Es dauert nicht mehr lang, dann geht es mit den kleinen Anekdoten der wunderschönen Kanareninsel Teneriffa ungebremst weiter. Ich bitte dafür um Geduld.
Nun wünscht mir einen schönen Urlaub und ein paar erholsame Tage bei Familie und den heimischen Freunden… DANKE
Playa Bollullo
Am Samstag Abend auf der Piste gewesen. Am Sonntag Morgen schön ausgepennt und in aller Ruhe gefrühstückt. Die Sonne scheint und es ist heiß, dennoch weht eine leichte auflandige Brise. Wenn das man keiner perfekter Strandtag werden sollte, dann weiß ich auch nicht. Um dem Trubel der großen Strände wie z. B. Playa Jardín in Puerto de la Cruz oder Playa Las Teresitas bei Santa Cruz zu entgehen, entschieden wir spontan, an die Playa Bollullo in ‘El Rincón’ etwas nördlich von Puerto de la Cruz zu fahren. Dieser Strand ist noch ein Geheimtipp und er ist um einiges sauberer als die Playa Jardín bspw.
Feuer auf Teneriffa unter Kontrolle
Offizielle Stellen geben bekannt, dass das Feuer auf Teneriffa an diesem Nachmittag unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Einsatzkräfte konnten die Brände stabilisieren und geben nun alles daran, das Feuer nicht wieder entfachen zu lassen. Mit kühleren Temperaturen und weniger Wind stehen zumindest die Wetterbedingungen für einen positiven Ausgang dieser historischen Katastrophe.
Der Regierungspräsident sicherte den Kanaren unterdessen finanzielle Unterstützung von Seiten der Regierung zu. Da weiterhin vermutet wird, dass es sich um Brandstiftung handelt, betonte er, dass ein eventueller Schuldiger der Waldbrände die ganze Härte des Gesetzes zu spüren bekommen werde.
Es werde außerdem alles daran gestetzt, die Schäden so gut es geht zu beseitigen und wieder von Neuem anzufangen. Für manche wird dieses jedoch nicht so einfach sein. Junge Menschen haben Zeit, noch einmal einen Neuanfang zu machen. Ältere Leute jedoch, die ihr Haus und Hof, ihre Tiere und ihre Plantagen verloren haben, werden es schwer haben, sich wieder im Alltag des Lebens einzufinden.
Auch wenn der Tourismus direkt von dem Feuer nicht betroffen war oder ist, sind dennoch indirekt Schäden entstanden. Natürlich vor allem an den schönen Pinienwäldern oberhalb des Orotava-Tals. Aber auch große Sehenwürdigkeiten wie die berühmte Masca-Schlucht und das gleichnamige Dorf sind arg in Mitleidenschaft gezogen worden.
Hoffen wir alle nun auf ein rasches Ende dieser Schreckenstage und wünschen den betroffenen Menschen alls Gute und vor Allem Mut! In den Medien ist immer wieder großer Dank zu hören für die Einsatzkräfte, die Tag und Nacht an der Bekämpfung des Feuer gearbeitet haben. Dank dieser mutigen Menschen, die zum Teil ihr Leben dafür in Gefahr gesetzt haben, kann man ’schon’ heute sagen, dass das Feuer unter Kontrolle ist.
Update 2: Das Feuer auf Teneriffa
In der heutigen Pressekonferenz gaben sich heute sowohl der Regierungspräsident Spaniens José Luis Rodríguez Zapatero als auch der Präsident der Kanaren Paulino Rivero zuversichtlich, dass die Feuer im Laufe des Tages unter Kontrolle gebracht werden könnten. Auch der Ratspräsident Teneriffas Ricardo Melchior und alle Verantwortlichen im Kampf gegen die Brände waren bei dieser Pressekonferenz anwesend.
Zapatero gab bekannt, dass zur Brandbekämpfung eine Basis der Unidad Militar de Emergencias (UME) auf Teneriffa gegründet werden solle. Zu diesem Zweck wird in Kürze der Verteidigungsminister José Antonio Alonso nach Teneriffa kommen. Die Basis wird wahrscheinlich am Flughafen Nord Los Rodeos platziert.
Rivero gab weiterhin bekannt, dass von den gestern 8.000 evakuierten Menschen heute nur noch 300 Personen nicht in ihre Häuser konnten und dass die große Hoffnung besteht, die Feuer in Kürze unter Kontrolle zu bekommen. Ricardo Melchior bestätigte noch einmal, dass der Umkreis des Waldbrandes zur Zeit 71,15 km groß ist und 14.870 Hektar Land umfasst, wobei 25% davon Waldflächen sind.
Aufgrund der hohen Belastung kam es immer wieder zu Ausfällen der Telefonleitungen und des Internets. Auch die Thoerie, dass der Brand selbst ein Telefonkabel erwischt hat, ist möglich.
Die Lage bleibt auf jeden Fall äußerst kritisch.
Die deutschen Medien über das Feuer auf Teneriffa:
Update: Das Feuer auf Teneriffa
Laut der nationalen Tageszeitung El Mundo (elmundo.es) wird morgen der spanische Regierungspräsident José Luis Rodríguez Zapatero auf den kanarischen Inseln eintreffen, um sich ein Bild von der ernsten Lage zu machen. Auf den Kanaren (Teneriffa, Gran Canaria, z. T. La Gomera) insgesamt sind bereits 12.000 Personen evakuiert worden und das Feuer hat 35.000 Hektar Wald verbrannt.
Auf Teneriffa mussten bis zur Stunde mehr als 5.500 Personen aus ihren Häusern fliehen. Laut Ratspräsident Teneriffas Ricardo Melchior sei das Feuer ist Osten bereits unter Kontrolle, jedoch gibt das Feuer bei Garachico, El Tanque, Santiago del Teide und in Teilen Icod de los Vinos Anlass zu großer Sorge.
Das Feuer auf Teneriffa umfasst inzwischen ein Gebiet von 15.000 Hektar. Die schnelle Verbreitung des Feuers begründet sich in einer Windstärke von 45 bis 65 km/h.
Weiterhin gab der Ratspräsident Ricardo Melchior offiziell bekannt, dass zur Zeit 300 Einsatzkräfte mit 34 Fahrzeugen, 5 Hubschraubern und einem Löschflugzeug gegen das Feuer im Einsatz sind. Außerdem wurden aus Valencia und Zaragoza 150 Personen der Unidad Militar de Emergencias (UME) mit entsprechender Ausrüstung zur Brandbekämpfung nach Teneriffa entsand.
Das Feuer auf Teneriffa
Angaben der Tageszeitung El Día:
Die Zahl der Menschen, die aus ihren Häusern und ihren Fincas evakuiert werden mussten, stieg heute auf bereits 8.450. Die Feuer wurden immer wieder durch die starken Winde entfacht - besonders bei Santiago del Teide und Icod de los Vinos. Nach Angaben der Behörden sind dies die Feuerfronten, die im Moment am gefährlichsten erscheinen.
Eine Ausbreitung des Feuers in das Orotava-Tal konnte zum Glück durch die Einsatzkräfte verhindert werden.
Eine weiteres Feuer in der Nähe des Nationalpark Teide konnte bis auf Weiteres unter Kontrolle gebracht werden.
Der Waldbrand misst einen Umkreis von 62,8 km, die wiederrum 13.695 Hektar Land umfassen, wobei davon ca. 2500 Hektar Wald den Flammen zum Opfer gefallen sind.
Feuer auf Teneriffa
Das ständig gute Wetter - soll heißen: heiß und viel Sonne - hat auch seine schlechten Seiten, wie es jetzt die Bewohner Teneriffa erleben müssen. Seit heute morgen sieht man von hier aus Puerto de la Cruz eine riesige Rauchwolke neben dem Teide aufsteigen. Fakten kann ich leider noch keine liefern, da wir den Brand erst heute morgen entdeckten. Auch im Internet ist bisher noch nichts darüber zu finden. Hier jedoch die ersten Fotos.
Genaueres über den Brand auf Teneriffa findet Ihr auch auf dem Blog von Sonneninsel-Teneriffa.de
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